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Silberner Porsche 911 964 targa Seitenansicht rechts Foto: Porsche
Artikel Erstellt Aktualisiert

Einzug in die Moderne

Alles neu macht der Porsche 911, Typ 964

1989 debütiert der 964 als vollkommen neuer Porsche. Er firmiert natürlich weiterhin als 911. Heute ist er ein Klassiker

 

Ende der Achtzigerjahre steckt Porsche in einer tiefen Krise. Japanische Hersteller drängen verstärkt auf den Markt mit leistungsstarken Sportwagen, die nur einen Bruchteil von dem kosten, was Porsche verlangt. Der 928 ist gut, aber ein Verkaufsflop. Und der 911, das muss man unumwunden zugeben, ist zu diesem Zeitpunkt hoffnungslos veraltet. Seit 1973 auf dem Markt, wurde das sogenannte G-Modell zwar immer wieder aktualisiert, doch in seinen Grundzügen basiert er noch immer auf dem ersten 911er aus den Sechzigerjahren. Zudem haben sich die Ansprüche der Kunden geändert: Ein Sportwagen muss mittlerweile mehr als nur schnell sein. "Bequem und alltagstauglich", lautet die Devise.

Porsche 964 in der Seitenansicht
Foto: Porsche/Spot Press

Der Porsche 964: der erste 911 mit Allradantrieb

Die Antwort auf diese schwierige Ausgangslage ist der 911er Typ 964, den Porsche 1989 auf den Markt bringt. Von außen sieht er zwar noch immer aus wie ein 911er, doch unter dem Blech ist fast alles neu. Als Inspirationsquelle dient der hoffnungslos überteuerte Supersportwagen 959, der trotz seines Preises von 420.000 DM schnell ausverkauft ist. Aus ihm übernimmt der neue 911er eine vereinfachte Version des Allradantriebs. Ein Novum in dem Sportwagenklassiker.

Heck des Porsche 964
Foto: Porsche

Porsche 964 Turbo mit besonderem Heckflügel

Hinzu kommen Servolenkung, Katalysator und ABS. Technisch ist der 964 damit Ende der Achtziger State of the Art. Der automatisch ausfahrbare Spoiler, den wir heute standardmäßig aus den Sportwagen von Porsche kennen, kommt hier zum ersten Mal zum Einsatz. Allerdings nur in den Carrera-Modellen. Beim Turbo wurde ein feststehender Flügel verwendet. Bei allen Modellen dient der Flügel auch der Zufuhr von Frischluft für den luftgekühlten Motor.

Porsche 964 in der Seitenansicht
Foto: Porsche/Spot Press

Den Porsche 964 ab 40.000 € kaufen

Die Leistungsdaten des Porsche 964 sind allerdings wie gewohnt über jeden Zweifel erhaben. Der Sechszylinder-Boxer leistet zwischen 250 und 380 PS, verbraucht aber wegen der verbesserten Aerodynamik weniger Benzin - und hat eine höhere Höchstgeschwindigkeit als frühere, stärker motorisierte Modelle. Der Sprint auf 100 km/h erfolgt im Carrera 4 in 5,2 Sekunden - im Topmodell 911 Turbo 3.6 sind es sogar nur 3,5 Sekunden. Ob bei diesem brachialen Sportwagen noch von Alltagstauglichkeit die Rede sein kann, ist eher zweifelhaft. Oder wie versprach es der Werbeslogan der 1994 endenden Baureihe? “Sie können länger frühstücken. Sie sind früher zum Abendessen zurück. Gibt es ein besseres Familienauto?” Die Antwort darauf ist natürlich: mit Sicherheit. Soviel Spaß wie ein 911er macht aber keines davon.

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Foto Christian Finke

Christian Finke
CEO AIL Leasing & Finance

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