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Ferrari Enzo Ferrari rot Seitenansicht vor Lagerhalle Foto © Schaltkulisse
Artikel Erstellt Aktualisiert

Die Supercar-Legende

Ferrari Enzo Ferrari: Auto einer neuen Zeit

Der Ferrari Enzo Ferrari war das erste moderne Supercar. Jetzt ist ein gebrauchter in München zu haben.

Wie schwierig es ist, einen Ferrari Enzo zu bekommen, erfuhr auch „Top Gear“- Mastermind Jeremy Clarkson. Mit bis zu 350 Millionen Zuschauern im Rücken fragte er bei der Scuderia einen Testwagen an. Zum Vergleich: Über Twitter erreicht man maximal 300 Millionen Menschen, denn mehr Nutzer hat das Netzwerk gar nicht. Doch die Scuderia ließ sich davon nicht beeindrucken und lehnte eiskalt ab.

Dabei musste sich der Enzo, im Gegensatz zu seinem Nachfolger, nicht vor unbefriedigenden Rundenzeiten fürchten: Auf dem Nürburgring ließ er Rivalen wie den Porsche Carrera GT hinter sich und seine Rundenzeit von 7:25.21 Minuten steht dort auch heute noch beeindruckend weit vorne - trotz der Supercar-Flut des vergangenen Jahrzehnts.

Andererseits hatte Ferrari natürlich keinerlei Grund, Werbung für den Enzo zu schalten. Denn zu diesem Kauf musste man niemanden überreden. Im Gegenteil: Wer eines der 399 verfügbaren Exemplare haben wollte, konnte sich nur über gute Kontakte bei Ferrari bewerben. Und dieser Bewerbung galt es Nachdruck zu verleihen. Eine mittelgroße Ferrari-Sammlung oder ein waschechter A-Promi- Status wurden dabei vorausgesetzt. Richtig gute Chancen hatte man nur, wenn beides zusammen kam.

Um sich diesem Prozedere zu entziehen, musste man schon Gottes Stellvertreter auf Erden sein: Johannes Paul II. bekam die Nummer 400 unaufgefordert als Geschenk überreicht. Der reichte es dankbar weiter und der Verkaufserlös kam zu 100 Prozent wohltätigen Zwecken zugute.

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Foto kevon Braun

Kevin Braun,
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Aus Sichtcarbon gefertigtes Schaltpaddel im Ferrari Enzo.
Schaltpaddel & Sichtcarbon sind die Machtinsignien des modernen Sportwagens. Der Ferrari Enzo ging da sehr konsequent voran: mit Schaltpaddeln AUS Sichtcarbon.

Mit dem Enzo beginnt das moderne Supercar

Das alles ist bei den etablierten Sportwagenherstellern noch nicht einmal ungewöhnlich. Aber der Enzo ist selbst in diesem erlauchten Kreis etwas ganz Besonderes. Er war das Fanal zum Aufbruch in eine neue Zeit. Alles, was einen heutigen Sportwagen ausmacht, wurde von 2002 bis 2004 bereits in dem Wagen verbaut, der den Namens des Übervaters trägt. Entsprechend aufgeregt war auch Jeremy Clarkson, der sich am Ende doch noch einen Enzo besorgen konnte: Er hatte den Drummer von Pink Floyd um seinen Privat-Enzo angeschnorrt. Der verlieh das gute Stück allerdings nicht ganz kostenlos: Clarkson sollte im Gegenzug sein Buch zu seinem Leben mit und bei Pink Floyd in der Sendung vermarkten – beim BBC-Format „Top Gear“ eigentlich ein absolutes No-Go. Aber für den Enzo wurde selbst hier eine Ausnahme gemacht. Und zwar zu Recht, wie ein freudig erregter Herr Clarkson mit endorphingeschwängerter Stimme feststellt, während er völlig fasziniert an den Schaltpaddeln herumzupft. Über die Schaltzeiten von 150 Millisekunden kommt er dabei kaum hineweg.

Lenkrad und Cockpit des Ferrari Enzo
Willkommen in einer neuen Ära: Von den Fahrmodi bis zum roten Startknopf - das Cockpit des Enzo hat Schule gemacht!

Wie groß der Sprung ist, den die Sportwagenwelt mit dem Enzo gemacht hat, sieht man, wenn man ihn neben seine Vorgänger stellt. F40 und F50 geben im Cockpit fast das gleiche Bild ab. Aus heutiger Sicht fühlt man sich darin eher wie in einem schnöden Kleinwagen aus den 80ern: eine trockene Kunstoffwüste, nichts das blinkt, kein einziger Designer-Schnörkel, kaum ein Knopf. Im Enzo dagegen findet sich alles, was man von einem modernen Supersportwagen erwartet: Einen roten Startknopf, Buttonleisten zur Fahrmodus-Wahl am F1-förmigen Lenkrad, einen “Nasen-Lift”, um die Front vor dem Aufsetzen auf dem Boden zu schützen, viel Sichtcarbon und eben die erwähnten – inzwischen obligatorischen – Schaltpaddel. Nur zur Erinnerung: Enzos große Konkurrenten, der Pagani Zonda und der Porsche Carrera GT, waren seinerzeit noch mit Handschaltung unterwegs.

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Der Enzo Ferrari: Formel 1 mit Straßenzulassung

Das großartigste am Enzo ist vielleicht, dass er wohl der konsequenteste aller Versuche ist, ein Formel1-Fahrzeug für die Straße zu bauen. Und das sieht man ihm sprichwörtlich an der Nasenspitze an, die genau wie die Front eines F1-Boliden geformt ist. Dazu kommt eine Karosserie aus kohlefaserverstärktem Kunststoff und karbonkeramische Bremsscheiben. Jenseits der 300 km/h passt der Computer die Spoiler an, um den Anpressdruck aufrechtzuerhalten. All das in einem Auto mit “Bj.” 2002. Die Bauzeit des Enzos fiel damit noch in jene Ära, als Ferrari mit Michael Schumacher die Königsklasse des Motorsports nach Belieben dominierte. In den Jahren 2000 bis 2004 gewann man alle Welt- und Konstrukteursmeistertitel, Doppelsiege der Scuderia waren quasi der Normalfall.

Ein gelber Ferrari Enzo neben dem Formel 1 Auto von Michael Schumacher.
Seine Herkunft steht ihm ins Gesicht geschrieben: Der Enzo neben Michael Schumachers "Dienstwagen".

Der Ferrari Enzo Ferrari heute

Nur einmal angenommen, es könnte tatsächlich jemand existieren, der sich zwar gut mit Supersportwagen auskennt, aber in seinem Leben noch kein einziges Ferarri-Modell gesehen hat – wie lange würde er wohl brauchen, um die Produktionszeit des Enzos zu erraten?. Die meisten der heutigen Supercar-Devotionalien besitzt der Enzo, wie gesagt, bereits und das Pininfarina-Design ist das, was man zeitlos nennt. Genau wie die Fahrleistungen: 660 PS sind nach wie vor ein Machtwort und die Anzahl der Serienfahzeuge, die die 350km/h-Marke knacken, lässt sich auch heute noch an einer Hand abzählen.

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Ferrari Enzo: Preis gestern und heute

Die italienische Traditionsschmiede sieht ihre limitierten Modelle als „Geschenk an ihre Kunden“. Ein Geschenk für die eine kleine Gegenleistung erwartet wurde: Der Preis für den Ferrari Enzo lag 2002 bei rund 660.000 €, im Schnitt waren mit Sonderwünschen ca. 700.000 € fällig. Da kann sich schon die Frage stellen, was genau daran denn nun ein Geschenk sein soll? Wer sich mit der Wertentwicklung dieser Autos beschäftigt, merkt das schnell: Der Enzo war tatsächlich ein Geschenk, denn inzwischen liegt der Martkwert weit über dem dreifachen der ursprünglichen Preise. Der Papst-Ferrari kam 2015 bei RM Sotheyby's sogar für 6.050.000 $ unter den Hammer.

Doch selbst ein gebrauchter Enzo ist noch nicht allzu leicht zu haben. Die Scuderia sieht den Wiederverkauf nicht gerne – wer sich hierbei ertappen lässt, verspielt seine Chancen auf das nächste limitierte Supercar. Natürlich treibt auch das nochmal den Preis – und die Begehrlichkeit gegenüber der Marke mit dem Cavallino Rampante.

Mittelkonsole im Ferrari Enzo mit Namensplakette.
Seinen Wert hat der Enzo inzwischen schon mehr als verdreifacht.

Ferrari Enzo: Gebraucht auch noch Crème de la Crème

„Enzo“ ist ein großer Name – im Ferrari-Universum vielleicht der größte überhaupt. Wer ihn trägt, steht unter spezieller Beobachtung. Wird der Enzo dem gerecht? Während seiner Produktionszeit war er natürlich der schnellste Ferrari aller Zeiten. Aber dieser Titel ist durch die beständige technische Entwicklung naturgemäß keiner von Dauer.

Was bleibt also? Zum einen wurde der Ferrari Enzo Ferrari von Motor Trend schon zum viertbesten Ferrari aller Zeiten erklärt. Nachvollziehbarerweise kam hier der 250 GTO auf Platz 1, während eine endlose Zahl von legendären Automobilen aus nunmehr sieben Dekaden eine Rangordnung fast schon wieder unmöglich machen. Zum anderen hat er die Zeit auf seiner Seite, denn mit dem wahren Legendenstatus ist es wie bei der Seligsprechung: Sie braucht Zeit, damit der Nachruhm sich voll entfalten kann. Insofern ist auch hier noch Platz nach oben. Und die richtige Zeit, um einen Ferrari Enzo gebraucht zu kaufen.

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Fazit: On the edge of glory

Wie die Welt in 30 bis 50 Jahren aussieht, wer weiß das schon? In Sachen Sportwagen lassen sich allerdings gewisse Muster erkennen. Autos, die einen Wendepunkt markieren, wie etwa der Lamborghini Miura oder der Ford GT 40 und Autos, die das absolute Non-Plus-Ultra ihrer Zeit verkörpern, wie etwa der Lamborghini Countach sind diejenigen Autos, deren Kultstatus über die Jahre wächst.

Im Hinblick auf die Wertentwicklung war es in den letzten Jahrzehnten darüber hinaus besonders hilfreich, wenn diese Autos von einer gewissen Scuderia Ferrari gebaut wurden. Und eine enge Verbindung mit dem Namen des Gründers hat dabei bislang auch noch nicht geschadet.

Zieht man unter all diese Indizien einen Strich, dann ist der Ferrari Enzo Ferrari wohl eine der sichersten Wetten, die man derzeit abschließen kann.

Roter Ferrari Enzo Ferrari von schräg rechts hinten mit offenen Flügeltüren vor Lagerhalle
Aus jedem Blickwinkel ein Blickfang. Die Flügeltüren passen hervorragend zu diesem Supercar. Foto © Schaltkulisse

Verfügbarkeit: In München steht ein Exemplar zum Verkauf

Nur 400 Exemplare wurden seinerzeit gebaut. Eines davon ist aktuell in München verfügbar. Genauer gesagt bei der Schaltkulisse in Ottobrunn-Riemerling, einem der größten Experten für klassische Ferrari weit und breit. Gebaut im Jahr 2003, lackiert im klassichen "Rosso Corsa" mit Lederaustattung in Schwarz und einem Kilometerstand von 32.697 km. Das Service-Heft ist, natürlich, lückenlos gepflegt. "Sie können sich sicher sein, bei uns einen der besten Enzos auf dem Markt zu erwerben", sagt man bei der Schaltkulisse selbstbewusst zu dem Auto. Dieser Enzo mit der Chassisnummer 132324 wurde bewegt und hat auch nach über 13 Jahren keine Standschäden. Demnach müssen auch "nicht sämtliche Systeme erst zum Leben erweckt werden". Dabei wurde er stets penibel gepflegt. Selbst die Frontlippe ist trotz der ordentlichen Fahrleistung auch im unteren Bereich ohne Kratzer, ebenso die Felgen. Die Ferrari-Experten der Schaltkulisse wissen, dass dieser quasi-Neuwagencharakter bei den angebotenen Enzos durchaus keine Selbstverständlichkeit ist. Umso überzeugter sind sie von ihrem Modell. Da erscheint der aufgerufene Preis von 2,1 Millionen Euro nicht ungerechtfertigt.

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