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Blick über das Stilfserjoch
Artikel Erstellt Aktualisiert

Eine der schönsten Strecken in den Alpen

Autoreise zum Stilfserjoch

Das Stilfserjoch hat zum Autofahren so einen guten Ruf, dass Alfa Romeo sogar sein erstes SUV nach ihm benannt hat.

Dieser Pass hat so einen guten Ruf, dass Alfa Romeo sein erstes SUV nach ihm benannt hat: Stelvio, oder zu Deutsch: Stilfserjoch. Es handelt sich um den zweithöchsten asphaltierten Pass der gesamten Alpen (der höchste ist der Col d’Iseran in den französischen Alpen). Er bildet auf einer Strecke von 54 km die Verbindung zwischen den italienischen Regionen Südtirol und Lombardei. Auf der Passhöhe der anspruchsvollen Strecke bietet sich ein beeindruckendes Panorama aus der Ortler Gruppe, die knapp 4.000 Meter in den Himmel ragt. Sie ist mit den angrenzenden Tälern Teil des Nationalparks Stilfser Joch. Oben haben Sie die Auswahl zwischen mehreren Einkehrmöglichkeiten, vom Kiosk, über Cafés bis zu Restaurants.

Blick auf Teil des Stilfserjochs
Die Landschaft beeindruckt mit abwechslungsreicher Kargheit.

Nationalpark Stilfserjoch

Die andere Attraktion ist die umgebende Natur. Selbst im Sommer hat man bisweilen den Eindruck, dass die Sonne sich schwertut, die karge Landschaft entlang und oberhalb der Baumgrenze in warmes Licht zu tauchen. On Top of Vinschgau und Veltlin genießt man den Ausblick auf den Nationalpark Stilfserjoch oder kann die architektonische Meisterleistung dieser Straße bewundern, die sich einzigartig entlang des Hangs nach oben schlängelt. Hier erschließt sich noch einmal, was man am Volant geleistet hat.

Fast 200 Jahre gibt es die Straße schon

Planen Sie auf jeden Fall genug Zeit für die insgesamt 88 Kehren ein, die die Strecke bietet. Man unterschätzt leicht ihre Länge, vor allem, wenn man sich unterwegs Zeit nimmt, um für die ein oder andere Aussicht einen Stopp einzulegen. Übrigens wurde die Straße bereits ab 1820 gebaut und konnte 1825 eröffnet werden. Etwa 80 Jahre danach wurde sie so ausgebaut, dass sie auch für den Autoverkehr geeignet war.

Blick auf Bergpanorama am Stilfserjoch
Vor diesem fantastischen Panorama erklimmt man, Kehre um Kehre, den Pass zum Stilfserjoch.

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Prad am Stilfserjoch und Bormio in der Lombardei

Die Strecke verbindet übrigens die Orte Prad am Stilfserjoch in Südtirol und Bormio in der Lombardei. Es lässt sich auch ein Abstecher in die Schweiz machen. Über den Umbrailpass, der vom Stilfserjoch unterwegs abgeht, gelangt man in das rätoromanische Val Müstair. Dort befindet sich das Kloster St. Johann, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Blick auf eine 180-Grad-Kehre auf dem Stilfserjochpass
Eine der Kehren des Stilfserjochs. Foto: Porsche

Schnee- und eisbedeckte Gipfel säumen den Weg

Los geht die Fahrt in Prad am Stilfserjoch und führt zunächst einige Kilometer durch ein langes Tal, in dem sich ein eisblauer Gebirgsbach schlängelt. Es ist keinesfalls ungewöhnlich, hier den Blick auch auf schnee- und eisbedeckte Nordhänge schweifen lassen zu können. Etwa auf die Trafoier Eiswand oder die Tuckettspitze, die majestätisch über dem Tal aufragen und es Richtung Süden begrenzen. Die Straße windet sich dann in zahlreichen Serpentinen am Hang des Piz Cotschen und der Dreisprachenspitze gen Westen.

Hier lässt es sich herrlich aus den Kehren herausbeschleunigen und die Kraft des Motors wird spürbar. So nähert man sich bei konzentrierter Fahrt rasch der Passhöhe. Von hier oben aus lässt man den Blick gerne durch die beeindruckende Landschaft schweifen. Einen Eindruck können Sie sich mit diesem 360-Grad-Foto verschaffen.

360-Grad-Foto von der Passhöhe am Stilfserjoch

Die Abfahrt Richtung Bormio

Auf der Abfahrt von der Passhöhe kann der Blick etwas freier schweifen, denn man ist zunächst nicht mehr im Tal beidseitig von den Gipfeln eingefasst unterwegs. Die Kurven sind weitläufiger, die Geraden mehren sich – dadurch kann man es, bei ansonsten freier Strecke, schon mal ein wenig fliegen lassen. Natürlich wird man dann weniger einen Blick für die umgebende Landschaft haben, sondern sich mehr auf die Strecke konzentrieren.

Nach dem Mauthäuschen auf der Südseite ändert sich das Streckenprofil wieder hin zu mehr Serpentinen – es geht recht schnell recht steil bergab. Das spürt man auch in den Ohren, der sich verändernde Luftdruck macht sich hier bemerkbar. Hier bietet sich auch die gute Möglichkeit, beim „Bar Kiosk Nationalpark“ einen Zwischenstopp einzulegen. Und auch vom „Spondalunga“ aus sollte man sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, um den atemberaubenden Blick auf diese Berglandschaft zu genießen.

Luftaufnahme von den Serpentinen des Stilfserjochs
Aus der Luft gewinnt man einen spektakulären Eindruck davon, wie es sich anfühlt, auf dem Stilfserjoch Auto zu fahren. Es ist vermutlich wie im Himmel, was definitiv nicht nur an der Höhe über dem Meeresspiegel liegt. Foto: Porsche

Mitten im Bergmassiv

Zwischen zwei Massiven führt die Passstraße anschließend weiter Richtung Südwesten, bevor sie dann nach ein paar Kilometern in einem Linksknick nach weiter nach Süden abbiegt. Bormio ist jetzt immer näher gekommen und man sieht schon immer wieder aus dem Tal heraus in die Vorebene, wo sich die Stadt in die Landschaft einfügt.

Zum Abschluss einen Espresso

Bei einem Espresso auf einer der Piazze kann man die Fahrt dann noch einmal gedanklich Revue passieren lassen. Auch ein entspannter Abend in der hiesigen Therme ist nach der Fahrt sicherlich nicht die schlechteste Idee. Oder man fährt noch einmal gut eine dreiviertel Stunde ins 38 km weiter westlich gelegene Livigno, um dort zollfrei einzukaufen und ein paar Duty-Free-Schnäppchen zu ergattern. Das Stilfserjoch zu befahren lohnt sich aber in jedem Fall.