Ferrari 250 GT Front und Seite Foto: Ferrari
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Die beste Police für Sammler-Autos

Oldtimer-Versicherung: So finden Sie den besten Schutz

Welche Police ist die richtige für Ihren Klassiker? Darauf sollte man bei der Versicherung eines Oldtimers achten

Der Oldtimer-Markt boomt und das schon seit Jahren. Seit die Zinsen bei Banken niedrig sind, suchen viele Anleger nach Alternativen. Also warum nicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden? Das Geld in etwas anlegen, was man liebt? Wer sich einen Auto-Klassiker zulegen will, benötigt allerdings auch eine Oldtimer-Versicherung. Davor schrecken viele Käufer zurück. Sie erwarten hohe Kosten. Reparaturen können teuer werden, Ersatzteile sind oft schwer zu beschaffen. Doch genau deswegen ist eine Oldtimer-Versicherung sinnvoll: Sie gewährleistet, dass das Fahrzeug in einem einwandfreien Zustand bleibt.

Lamborghini Espada in historischer Kulisse
Foto: Lamborghini/Remi Dargegen

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KFZ-Versicherungen für Oldtimer schon ab einem Alter von 20 Jahren

Beim Blick auf die Policen fällt schnell auf: Eine Oldtimer-Versicherung ist in der Regel billiger als die für einen Neuwagen. Es gibt spezielle Tarife für die Autoklassiker, die besonders preiswert sind. Dazu müssen die Fahrzeuge nicht einmal offiziell Oldtimer sein - also älter als 30 Jahre. Einige Versicherer bieten ihre speziellen Policen für klassische Fahrzeuge bereits ab einem Alter von 20 Jahren an. Ist Ihr Fahrzeug an dieser Grenze angekommen, sollten Sie vorher die verschiedenen Versicherungen für Oldtimer vergleichen. Das kann enorme Vorteile bringen.

Blauer Lamborghini Miura S in Boxengasse
Der Lamborghini Miura S ist ein Beispiel für das vollendete Autodesign der 60er Jahre. Foto: Lamborghini

Oldtimer-KFZ-Versicherungen: Laufzeiten zwischen 6.000 und 9.000 Kilometer pro Jahr

Ein weiterer Unterschied zur Kfz-Versicherung eines normalen Pkw ist, dass es bei einem Oldtimer keine Einordnung nach Schadenfreiheits-, Typ- und Regionalklassen gibt. Die Anbieter der Policen gehen davon aus, dass ein Oldtimer weniger bewegt wird und wenn doch, die Besitzer besonders pfleglich mit ihrem Auto umgehen. Deswegen liegt die Laufleistung bei einer Oldtimer-Police meist auch nur zwischen 6.000 und 9.000 Kilometer pro Jahr. Stattdessen wird die Beitragssumme der Versicherung des Oldtimers pauschal festgesetzt, abhängig vom Wert des Autos, dem Alter und der Leistung. Manche Policen stellen aber noch Zusatzbedingungen: Zum Beispiel muss der Halter des Oldtimers mindestens 23 Jahre alt sein, das Auto in einer Garage untergebracht oder vorher ein professionelles Gutachten des Fahrzeugs erstellt werden, das etwa 350 € kostet. Das ist aber auch zum Vorteil des Besitzers: So vermeidet man im Falle eines Schadens lange Diskussionen mit der Oldtimer-Versicherung über die Kosten. Alle fünf Jahre sollte dieses Gutachten aber mit einer Kurzbewertung aktualisiert werden, um eventuelle Änderungen am Fahrzeug zu dokumentieren.

Maserati Tipo Front und Seite
Ein giftgrüner Maserati Tipo. Foto: Maserati

Teilkasko und Vollkasko bei Oldtimer-Versicherungen: Kosten-Überblick

Auch die Teil- und Vollkasko-Versicherungen für Oldtimer sind in der Regel nicht teurer als bei einem neuen Fahrzeug. Generell lässt sich sagen: Je geringer die Laufleistung, je besser der Zustand, je älter der Fahrer und je sicherer das Auto untergebracht ist, umso niedriger fällt die Prämie aus. Für einen klassischen VW Käfer von 1963 zum Beispiel, einem der beliebtesten Oldtimer auf dem Markt, liegt die Teilkasko mit einer Selbstbeteiligung von 150 € je nach Anbieter zwischen 30 und 70 € pro Quartal, die Haftpflicht zwischen 50 und 190 €. Es lohnt sich außerdem nach Anbietern Ausschau zu halten, die sich auf Oldtimer spezialisiert haben. Der Versicherer OCC wurde zum Beispiel 1984 von zwei Enthusiasten klassischer Fahrzeuge gegründet. Heute arbeiten dort fast 100 Mitarbeiter, die sich nur um Oldtimer kümmern. Bei der Württembergischen sind es über 30, die sich nur diesem Bereich widmen.

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Geheimtipp: Oldtimer-Versicherungen für Sammlungen

Ist eine Versicherung für den Oldtimer gefunden, sollten noch einige Dinge beachtet werden. Viele Anbieter haben zum Beispiel Extra-Tarife für Sammlungen im Programm. Das kann sich lohnen, wenn man mehrere Oldtimer besitzt, da sie alle in dieser einen Police zusammengefasst werden. Sie richtet sich nach dem teuersten Auto im Besitz und gilt für alle anderen Fahrzeuge.

Porsche 911 2.2 Targa bei einer Spritztour
Porsche 911 Targa. Foto: Porsche

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Allgefahrenversicherung für Oldtimer

Da es sich bei Oldtimern oft um wertvolle Automobile handelt, die auch im Hinblick auf ihr Wertsteigerungspotential gekauft werden, bieten Versicherer auch Leistungen an, die über eine Vollkasko hinausgehen. Diese Option nennt sich “All Risk” oder "Allgefahrenabdeckung". Darin sind zum Beispiel abseitige Schäden enthalten, wie Dinge, die in der Garage auf das Auto fallen können, eine Motorhaube, die sich bei der Fahrt öffnet oder Ausfälle des Antriebs, die nicht auf Verschleiß zurückzuführen sind. Ebenso enthalten sind grobe Fahrlässigkeit, Fehlbedienung oder Schäden bei Oldtimer-Rennen. Die Kosten für eine solche Zusatzoption bei der Oldtimer-Versicherung starten ab zehn Euro pro Monat. Weitere Möglichkeiten sind eine Restaurierungsversicherung, die eventuelle Schäden abdeckt, die bei der Wiederaufbereitung des Oldtimers entstehen können und eine Ruheversicherung, die sich Defekten annimmt, wenn das Fahrzeug lange steht, etwa, weil es nicht angemeldet ist. Hier ist der Versicherungsmarkt also sehr allumfassend aufgestellt, sodass man sich beruhigt seinem Hobby bzw. seiner Geldanlage widmen kann.

Ferrari 375 Americana im Museum
Eleganter Ferrari 375 Americana. Foto: Ferrari

Oldtimer: Unbedingt auf Unterversicherung achten!

Ein letzter Tipp noch: Ist der Oldtimer erst einmal versichert, schauen viele von uns nie wieder in die Police. Das ist ein Fehler. Gerade bei Oldtimern kann schnell eine Unterversicherung entstehen, da der Fahrzeugwert mit zunehmendem Alter im Gegensatz zu einem Neuwagen auch steigen kann. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig, ob der Fahrzeugwert noch stimmt, ob weitere Investitionen in das Auto getätigt oder Restaurationen durchgeführt wurden - das alles kann den Preis des Fahrzeugs schlagartig erhöhen - und damit den Versicherungswert. So hat man noch lange Spaß mit seinem Oldtimer - und läuft nicht Gefahr, im Falle eines Falles von hohen Kosten überrascht zu werden.

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Foto Rüdiger Leyens

Rüdiger Leyens
Geschäftsführer AIL Classic Leasing

„Wir sind Ihr kompetenter Berater bei der Suche und der Finanzierung Ihres Wunsch-Oldtimers. Gerne unterbreiten wir Ihnen ein individuelles Angebot.“