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Artikelbild BeschreibungKaufberatung zum Audi Q7: 5348
Artikel Erstellt Aktualisiert

Das SUV der unbegrenzten Möglichkeiten

Audi Q7: Kaufberatung und Ausstattungs-Test

Die Ausstattungsliste des Audi Q7 bietet unendliche Möglichkeiten. Wir haben das Nützliche vom Überflüssigen getrennt.

Einen Audi Q7 zu konfigurieren, ist schon fast eine Wissenschaft für sich. Wer beispielsweise das „S line selection“ Paket auswählt, ist dort das „S line Exterieurpaket“ schon enthalten. Im „S line Sportpaket“ allerdings nicht, denn hier liegt der Fokus eher auf dem Interieur. Dafür sind hier wiederum Sportsitze inkludiert. Für die muss man aber eine Sitzheizung mitbestellen – und die ist wiederum nicht im Preis enthalten.

Einzeln bestellbar ist dagegen so einiges – wer will kann zum Beispiel die "Audi exclusive“ Teppich- und Fußmatten für 2.000 € ordern. Aber einige der einzelnen Optionen sind im Paket oftmals günstiger – zumal hier noch eine ganze Menge nützlicher Kleinigkeiten enthalten sind. Und nebenbei steht ja auch noch die nicht ganz unwesentliche Entscheidung an, welcher Motor die eigenen Anforderungen optimal erfüllt. Als kleinen Wegweiser in diesem Dschungel haben wir uns all die Entscheidungen, die man bei der Konfiguration eines Audi Q7 treffen muss, einmal näher angeschaut. Dabei haben wir versucht, die Spreu vom Weizen zu trennen und einen Audi Q7 zusammengestellt, der unserer Meinung nach kaum Wünsche offen lässt. 

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Schritt I: Die Motoren und Preise des Audi Q7

Beim Q7 gilt noch immer das altbekannte SUV-Motto: Diesel ist Trumpf! Kein Wunder: Massige Oberklasse-SUVs benötigen ordentlich Drehmoment. Inzwischen ist der Q7 daher nur noch als Selbstzünder bestellbar. Überraschenderweise ist das auch bei der Sportvariante "SQ7" und dem Plug-in Hybriden „etron“ der Fall: Beide sind ebenfalls nur mit Diesel-Antrieb erhältlich

Der 4.0 TDI quattro aus dem SQ7 ist mit 320 kW (435 PS) und 900 Nm derzeit sogar der stärkste Diesel der Welt. Und die – ohnehin höchst exotische – Kombination „Diesel und Elektromotor“ im e-tron ist ebenfalls ein Unikat: In Verbindung mit Allradantrieb gibt es sie nur hier. Apropos Allrad: für den Q7 gibt es auch keine andere Antriebsart. Darüber muss man sich also auch nicht weiter den Kopf zerbrechen.

1. Der Vorausschauende: Audi Q7 mit ultra 3.0 TDI quattro mit 160 kW (218 PS) - 60.300 € Basispreis

Beginnen wir also von vorne. Da steht der 3.0 TDI in der „ultra quattro“-Version. Die ist neu und funktioniert folgendermaßen: Das Auto entscheidet, ob der Allradantrieb gerade notwendig ist. Falls nicht, treibt es nur die Vorderräder an. Der Clou ist aber, dass dieses System sogar in die Zukunft schauen kann – zumindest ein paar Millisekunden lang. Deswegen kann es den Allrad schon zuschalten, bevor er überhaupt gebraucht wird. Das klingt nicht nur faszinierend, sondern hat auch einen ganz konkreten Nutzen: es spart Sprit!

2. Unser Tipp: Audi Q7 3.0 TDI quattro mit 200 kW (272 PS) - 63.300 € Basispreis

Der 3.0 TDI quattro ohne „ultra“ im Namen hat zwar nur den „normalen“ Quattro ohne hellseherische Fähigkeiten an Bord – ist aber trotzdem unser Driven-Tipp. Der Grund?

  • Er verbraucht nur geringfügig mehr als der „ultra“
  • Der Preisunterschied von 3.000 € ist verhältnismäßig gering
  • Mit insgesamt 600 Nm schiebt er den Q7 doch um einiges souveräner nach vorne als der „ultra“ mit 500 Nm.
  • Die Fahrleistungen sind um einiges besser. Der Standardsprint von 0 auf 100 km/h verbessert sich z.B. um 8 Zehntel auf respektable 6,3 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit steigt von 216 km/h auf 234 km/h.

Die stärkeren Versionen haben sicher auch ihren Reiz – sind dafür aber sehr viel teurer. Außerdem braucht man für einen etron das richtige Anforderungsprofil (siehe unten) und für einen SQ7 motorsportlichen Enthusiasmus.

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3. Der (po­ten­zi­ell) sparsame: Audi Q7 etron - 82.300 € Basispreis

Der etron ist mit seiner Kombination Diesel + Elektro + Allrad ein echtes Unikat. Mit einer Systemleistung von 275 kW (373 PS) und 700 Nm kann er zudem an der Fahrleistungs-Front durchweg überzeugen (6,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h; Topspeed: 230 km/h)

Der kombinierte Verbrauch von 1,9 Litern auf 100 km ist natürlich nur unter Idealbedingungen erreichbar. Aber einen Hybrid mit 56 km Elektroreichweite kann man auch in der Realität sehr sparsam fahren. Es gilt allerdings, folgende Punkte zu beachten:

  • Eine Garage mit eigenem Stromanschluss ist eigentlich Pflicht - sonst bleibt nur die wenig bequeme Fahrt zur öffentlichen Ladestation. Oder man lädt die Batterie nur selten. Dann wiederum rechnet sich der Hybrid nicht mehr wirklich.
  • Im Idealfall sollte man täglich nicht viel mehr als die Elektroreichweite fahren und dann in Ruhe über Nacht  die Batterien laden. Zwar können auch Langstreckenfahrer ihre Fahrten so organisieren, dass ein Hybrid Sinn macht. Dafür muss man aber sorgfältig planen, wo und wann zwischendurch sinnvollerweise Pausen zum Stromzapfen einlegt.
  • Beim Rechnen sollte man grundsätzlich auch immer beachten: Strom ist zwar billiger als Benzin, aber eben nicht umsonst.

Gerade für Kurzstrecken-Pendler (die über eine eigene Garage mit Strom-Anschluss verfügen), kann sich ein Plug-in-Hybrid aber rechnen. Und der Q7 etron verspricht mit seinen Leistungsdaten dabei auch noch ordentlichen Fahrspaß.

4. Der sportliche: Audi SQ7 - 91.900 € Basispreis

Wenig überraschend steht der Basispreis bei der sportlichen Version in direkter Relation zur Performance. Die kann sich aber auch sehen (und hören) lassen: 320 kW (435 PS) und 900 Nm machen den SQ7 zu einem echten Boliden mit SUV-Ausmaßen, der den stolzen Titel „stärkstes Diesel-SUV der Welt“ ganz zu Recht für sich beansprucht. Der Antritt ist dementsprechend „teslaesk“: 4,8 Sekunden braucht der Q7 von 0 auf 100 – damit sprintet der SQ7 also nur zwei Zehntel langsamer als ein Porsche 911 Carrera mit Handschaltung.

Das berühmt-berüchtigte Turboloch hat der SQ7 dabei überwunden: Ein elektrisch angetriebener Verdichter (EAV) verlängert den Turbopunch hinunter in den Drehzahlkeller, so dass immer genügend Dampf bereitsteht.

Insgesamt kostet der Audi SQ7 30.000 € mehr als der „Minimal-Q7“ mit "ultra quattro". Die Performance verschlingt davon aber nur 20.000€, die restlichen 10.000€ wurden in eine bessere Serienausstattung investiert.

Schritt II: S line & Co. - Die Austattungspakete für den Audi Q7

Selbst die Basis-Ausstattung verdient sich beim Q7 das Prädikat "durchaus ordentlich": Xenon-Scheinwerfer, die hinteren Parksensoren, 2-Zonen-Klimaautomatik, automatisch abblendende Innenspiegel und Tempomat sind bereits enthalten. Auch bei den nützlichen Assistenzsystemen lässt Audi sich nicht lumpen: "pre sence basic" und "pre sense city" sowie der Berganfahrassistent sind bereits eingebaut. Das Infotainment ist ebenfalls schon von Haus aus recht ordentlich, MMI Radio Plus inklusive Bluetooth-Freisprecheinrichtung und Audi sound system sind nämlich auf jeden Fall mit an Bord.

Damit der Kunde nicht jedes weitere Extra einzeln ankreuzen muss, stehen einige Pakete zur Auswahl. Und wenn man einen Q7-Konfigurator durchläuft, stößt man schnell auf Audis wohl berühmtestes Maßnahmenbündel namens „S line“ (sic!). Allerdings gibt es nicht nur eine S line, sondern gleich drei.

1. S line Exterieurpaket (1.850 €)

Hier geht es ganz um den schönen Schein: ein Diffusoreinsatz hier, Lufteinlassgitter dort, Edelstahl auf dem Ladekantenschutz, ein Dachkantenspoiler, S line Schriftzüge, und so weiter. Viele nette Kleinigkeiten, die den Q7 in der Summe zu einem sportlicheren und eleganteren Auftritt verhelfen.

2. Driven-Tipp: S line selection (4.000€)

Das „S line selection“-Paket lässt sich der Q/ standesgemäß dekorieren. Zum inbegriffenen „Exterieurpaket“ kommen nämlich noch einige wichtige Features hinzu, wie z.B. die LED-Scheinwerfer oder 20"-Ränder im 10-Speichen-Stern-Design. Überlebenswichtig ist sicherlich keines dieser Extras - allerdings ist das Selection-Paket zweifellos eine weitere willkommene Möglichkeit, den Q7 noch ein kleines Bisschen exklusiver zu machen.

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3. Unser Tipp: S line Sportpaket (6.390€)

Man könnte denken, im S line Sportpaket wäre die „S line selection“ schon mit dabei. Ist sie aber nicht, denn das Sportpaket beschäftigt sich eher mit dem Interieur. Und da fasst es einige sinnvolle Elemente zusammen, wie die – allseits gelobten – Sportsitze, die für perfekten Seitenhalt und idealen Langstreckenkomfort sorgen. Die werden dann auch gleich mit einer Kombination aus Alcantara und Leder überzogen. Und die adaptive Luftferderung in der Deluxe-Version „adaptive air supension sport“ ist ebenfalls mit dabei. Damit kann man die Dämpfer in verschiedenste Modi (auto, comfort, dynamik, allroad, lift/offroad, sport) stellen – und bei Bedarf lässt sich zum Beladen sogar das Heck absenken.

Zusammen mit dem Sportlenkrad, das um einiges mehr hermacht als der Serienlenker, würden diese Einzelmaßnahmen fast genauso viel kosten, wie das „Sportpaket“. Nette Kleinigkeiten wie Kontrastnähte, Leder auf dem Automatikhebel und eine Pedalerie aus Edelstahl gibt es so gesehen fast gratis mit dazu.

4. Audi design selection (13.000 €)

In Sachen Inneneinrichtung ist sogar noch um einiges mehr möglich, denn anstatt des „S line Sportpakets“ kann man sich für 13.000 Euro auch für die in zwei Farbtönen erhältliche „Audi design selection“ entscheiden. Aber auch hier gilt: das alles gilt nur für innen, die „Außenschminke“ in Form der ersten beiden S line Pakete muss, wenn gewünscht, dazu geordert werden.

Für diesen stolzen Preis gibt es dann aber ein „Volllederpaket“, das zwar mit allerlei opulenten Lederapplikationen und Ziernähten lockt, seinen fürstlichen Preis aber in unseren Augen nicht wirklich rechtfertigt. Nur wer großen Wert auf erlesenste Materialien im Innenraum legt und die 13.000 € ohne weiteres entbehren kann, sollte hier zugreifen.

5. Alternative zum S line Exterieurpaket: Das „dynamic style Paket“ (1.190 €)

Um die Verwirrung komplett zu machen, bietet Audi außerdem ein „dynamic style“ Paket an. Das ist ein wenig günstiger bietet statt der „S line“-Akzente die Kontrastfarbe „Steingau Metallic“ auf einigen Elementen wie Schwellerleisten oder Stoßfängerunterteil. Das ist natürlich Geschmacksache. Wir bevorzugen aber weiterhin das „S line selection“-Paket. Da hier das „s line Exterieur“-Paket bereits enthalten ist, ist  „Dynamik style" damit nicht kombinierbar.

6. Driven!-Tipp: Technology selection (3.460€)

Von konsequenter Groß- oder Kleinschreibung englischer Wörter hält Audi sichtlich wenig. Andererseits hat dieses Paket auch ein großes „T“ verdient, denn Technik wird darin tatsächlich ziemlich großgeschrieben.

Im Prinzip bietet dieses Paket alles, was modern ist und Spaß macht. Eine Wärmebildkamera für die Sicht im Dunkeln hat sich das Kind im Mann (bzw. der Frau) sicher schon immer gewünscht. In der „Technology selection“ wird deren Bild dann auch noch auf dem12,3 Zoll großen „virtual display“ ausgespielt, das die traditionellen Tacho-Instrumente ersetzt. Durch die Kombination mit dem „Head-up“ Display, das Infos wie Geschwindigkeit, Navigationsanweisungen und ähnliches auf die Frontscheibe projiziert, fühlt man sich am Steuer immer bestens informiert. Insgesamt wirken diese nützlichen Hilfssysteme in der Praxis weit weniger ablenkend, als es zunächst erscheinen mag: da alle wichtigen Informationen stets im Blick sind, muss der Fahrer die Augen fast nicht mehr von der Straße nehmen. Bei Nachtfahrten sorgt die Fußgängererkennung zudem für zusätzliche Sicherheit. 

Schritt III: Noblesse oblige - die Extras 

Bisher haben wir knapp 15.000 € in Ausstattung investiert. Trotzdem kommen wir wohl nicht umhin, auch beim Kapitel "Sonderausstattung" noch einige Häkchen in der Ausstattungsliste zu setzen.

Auf elektrisch verstellbare Sitze wollen wir nämlich ebenso wenig verzichten, wie auf das deutlich klangstärkere Soundsystem von Bose. Auch eine Alarmanlage erscheint uns angesichts des nicht unerheblichen Fahrzeugwerts als sinnvoll. Auch beim Lack muss man nicht unbedingt zum serienmäßigen Schwarz und Weiß greifen. Ein Metallic- oder Perleffekt-Lack kann nämlich den Wiederverkauf erleichtern, da er das "Luxus-Feeling" einfach besser transportiert.

Wer nicht regelmäßig zum Nachlackieren fahren will, sollte auch den Einbau einer Rückfahrkamera erwägen. Sitzbelüftung und Massage-Funktion sind mit 450 € so moderat eingepreist, dass man auch auf sie nicht verzichten will. Ähnlich verhält es sich mit der Ambientebeleuchtung: Nicht wirklich kriegsentscheidend, aber für 270 € schon fast unverzichtbar. Das Panorama-Glasdach hingegen kostet mit 1.750 € fast das 7-fache – hier sollten also nur erklärte Freunde des imposanten Rundblicks zugreifen.

Einige Extras kann man pauschal aber nicht wirklich bewerten: Ob man eine zweite Rückbank (damit wird der Q7 zum 7-Sitzer) braucht oder nicht, hängt von der eigenen Bedarfslage ab. Gleiches gilt für die abnehmbare Anhängerkupplung (1.090 €). Auch eine Klimaautomatik mit 4 statt 2 Zonen lohnt sich nur, wenn regelmäßig vier Mitfahrer an Bord sind.

Fazit: Das ist unser Audi Q7

Wer unseren Empfehlungen folgt, muss neben dem Basispreis von 62.600 € für den 3.0 TDI quattro mit 200 kW (272 PS) nochmals 24.170 € für die Ausstattung einplanen. Macht insgesamt 87.220€.

Dabei gilt: Mehr geht natürlich immer. Im Audi Q7-Katalog gibt es (fast) nichts, was es nicht gibt: Von einer sensorgesteuerten Gepäckraumentriegelung über eine Servoschließvorrichtung für die Türen bis hin zur bereits erwähnten Option auf „Teppich und Fußmatten Audi exclusive“ für 2.000 € ist lassen sich noch zahlreiche weitere Ornamente und Helferlein zubuchen. Eins bietet der Audi Q7 durch seine zahlreichen Extras nämlich ohne jeden Zweifel: nämlich Luxus für wirklich jeden Geschmack.

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