Aston Martin V12 Vantage Front Foto: Aston Martin
Artikel Erstellt Aktualisiert

Sportwagen zum Preis eines Golf

Aston Martin gebraucht: So findet man den richtigen

Gebrauchte Aston Martin sind zum Teil erstaunlich günstig. Doch es gibt einige Dinge, die man beim Kauf beachten sollte

 

Wer einen Blick ins Internet wirft, gerät schnell ins Träumen: Die Preise für einen gebrauchten Aston Martin erscheinen fast verschwindend gering. Zumindest, wenn man sie mit den einstigen Neupreisen vergleicht. Schon für 30.000 € gibt es einen Aston Martin DB9 gebraucht, ein Sportwagen, der, als er 2004 zum ersten Mal auf den Markt kam, das Fünffache kostete. Das ist auf den ersten Blick verlockend. Doch eine Weisheit britischer Autohändler lautet: “Es gibt keinen billigen Aston Martin - nur einen, der Ärger bedeutet.” Ist der Preis zu niedrig, ist es sehr wahrscheinlich, dass etwas mit dem Auto nicht stimmt. Das sollte nicht davon abhalten, sich einen der britischen Sportwagen zuzulegen - denn für ein paar Tausend Euro mehr gibt es bereits empfehlenswerte Exemplare. Wir erklären, worauf beim Kauf zu achten ist.

Oranger Aston Martin Vantage V12 in der Seitenansicht
Foto: Aston Martin

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Aston Martin gebraucht: Dezente Farben bevorzugt

Grundsätzlich gilt für alle Modelle: Aston Martins werden anders gefordert als Alltagsautos. Es sind Hochleistungsmaschinen, die vollkommen andere Beschleunigungen ermöglichen als Otto-Normal-Vehikel. Besonders belastet sind bei einem gebrauchten Aston Martin in der Regel Kupplung, Bremse und die Gasannahme. Diese sollte man unbedingt prüfen oder am besten in einer Werkstatt prüfen lassen. Zweitens: Beim Gebrauchtwagenkauf hält man sich lieber an klassische, dezente Farben, sowohl außen als auch im Innenraum. Sie sind wertbeständiger. Ein knallroter oder gelber gebrauchter Aston Martin wird immer schwerer zu verkaufen sein als ein schwarzer oder grauer.

Front eines silbernen Aston Martin DB5
Inbegriff des Bond-Autos: Der klassische Aston Martin DB5. Foto: Aston Martin

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Ein gebrauchter Aston Martin DB5 ist ein Sammlerstück

Doch welche Modelle lohnen sich, welche sind am begehrtesten? Natürlich ist die Marke Aston Martin untrennbar mit der James-Bond-Reihe verbunden. Der erste Prototyp des DB5 wurde für die Dreharbeiten von “Goldfinger” zur Verfügung gestellt, fünf weitere Einsätze über die Jahrzehnte folgten. Das Coupé ist bis heute eines der bekanntesten Autos der Filmgeschichte. Was dazu führt, dass ein Aston Martin DB5 selbst gebraucht ein Vermögen kostet. Eines der vier originalen James-Bond-Autos wurde im August 2019 für 5,75 Millionen € versteigert. Die Preise der normalen Serienmodelle sind glücklicherweise etwas moderater. Die Basisversion mit 4.0-V6-Motor und 286 PS, die zwischen 1963 und 1965 gebaut wurde, startet ab 500.000 €, je nach Zustand. Gesucht ist auch die Topversion des DB5 mit 318 PS, allerdings produzierte Aston Martin nur 65 Exemplare. Noch rarer ist der Shooting Brake von Radford - zwölf bauten die Briten, auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind sie kaum zu finden.

Front und Seite eines weinroten Aston Martin Rapide
Gehört zur Gattung der viertürigen Coupés und ist sicherlich eines der schönsten dieser Art: Der Aston Martin Rapide. Foto: Aston Martin

Aston Martin Rapide gebraucht: Der Sportwagen mit vier Sitzen

Ein guter Einstieg in die Welt von Aston Martin ist der Rapide. Ab 2009 bauten die Briten die Sport-Limousine, die gegen Porsche Panamera und Maserati Quattroporte antreten sollte. Für Aston Martin etwas vollkommen Neues, hatte das Unternehmen doch zu diesem Zeitpunkt keinen Viersitzer im Angebot. Wobei das aber eher relativ ist. Bei einem Aston Martin folgt schließlich die Funktion immer der Form. Das heißt: Ein Auto des Nobelherstellers muss vor allem schön sein. Die Konsequenz daraus ist, dass die elegante Schwingung der Dachlinie des Rapide dazu führt, dass es auf den Rücksitzen für jeden über 1,80 Meter ziemlich unangenehm wird. Das gilt auch für den Einstieg: Die Türen sind so schmal, dass man sich geradezu hindurchpressen muss. Wenn man aber einmal nach innen gelangt, überwältigt die Passagiere der typische Luxus des britischen Herstellers.

Innenraum des Aston Martin Rapide
Foto: Aston Martin

Bei einem gebrauchten Aston Martin Rapide auf die Bremsen achten

Die Preise für dieses Ambiente starten bei 50.000 € für die erste Generation des Aston Martin Rapide. Gebraucht ist der Nachfolger ab 2012 empfehlenswerter, der Rapide S. Die Leistung wurde von 470 auf 549 PS gesteigert und das Auto rundum verbessert. Die Karosserie ist steifer, die Federung überarbeitet, der Kühlergrill optisch aufgefrischt. Die ersten Exemplare des Aston Martin Rapide S gibt es gebraucht ab 70.000 €. 2015 folgte noch die achtstufige Automatik mit 552 PS nach. Besonders achten sollte man bei allen Versionen auf die Bremsen. Der Aston Martin Rapide ist relativ schwer, deswegen werden sie überdurchschnittlich beansprucht.

Front und Seite des Aston Martin Vantage
Aston Martin Vantage. Foto: Aston Martin

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Aston Martin Vantage gebraucht: Der Leistungsunterschied ist deutlich spürbar

Ursprünglich als Einstiegs-Aston-Martin 2005 auf den Markt gebracht, hat der Vantage zumindest bezüglich der Gebrauchtwagenpreise den Rapide überholt. Die erste Generation des V8 mit 4,3-Liter-Motor und 380 PS startet beim Gebrauchtwagenhändler bei gut 75.000 €. Über die Jahre gab es einige Updates. 2007 folgte ein Roadster, 2008 löste die zweite Generation mit 4,7-Liter-V8 und 420 PS den Vorgänger ab. Sie ist die bessere Wahl für alle, die einen Aston Martin Vantage gebraucht kaufen wollen. Der Leistungsunterschied ist deutlich spürbar. Oder vielleicht doch lieber ein Zwölfzylinder? 2009 folgte der V12 Vantage. Der Sportwagen mit 517 PS unterschied sich auch optisch durch einen stärker ausgeprägten Frontspoiler und Heckdiffusor. 2013 endete schließlich die Serie mit dem Topmodell: Der Aston Martin V12 Vantage S mit seinem gewaltigen 5,9-Liter-Motor und 573 PS ist heute besonders begehrt und gebraucht um 100.000 € zu haben.

Heck des Aston Martin Vantage V12
Aston Martin Vantage. Foto: Aston Martin

Beim gebrauchten Aston Martin Vantage V12 ist die Kupplung anfällig

Wer sich für einen gebrauchten Aston Martin Vantage V12 oder eines der Achtzylinder-Modelle interessiert, hat einige Dinge vor sich, die geprüft werden sollten. Zum Beispiel die Reifen. Hier wurde oft gespart und aus Kostengründen die falschen Pneus aufgezogen. Auch sollte getestet werden, ob die Klimaanlage und die Heizung korrekt arbeiten, denn eine Reparatur ist teuer. Ebenso eine Schwachstelle: die Kupplung. Je nach Fahrweise wird sie stärker oder weniger stark beansprucht. Der Zustand lässt sich in einer Werkstatt beim Auslesen feststellen, allerdings nur, wenn die Auslieferungswerte notiert wurden. Spätestens nach 65.000 Kilometern dürfte die Kupplung aber für einen Austausch fällig sein, und das ist nun wirklich keine besonders lange Lebensdauer für dieses Bauteil. Kostenpunkt: 3.500 €.

Front des Aston Martin DB9
Der Aston Martin DB9. Foto: Aston Martin

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Aston Martin DB9 gebraucht im Test: Auf Geräusche an der Front achten

Zuletzt noch der günstigste Einstieg in die Welt gebrauchter Aston Martins: der gelingt mit dem DB9, den die Briten zwischen 2004 und 2016 bauten. Hier beginnen die Preise bereits ab 30.000 €. Der V12 der ersten Generation leistete 456 PS und wurde, wie bei Aston Martin üblich, mehrmals aktualisiert, was sich vor allem in einer Leistungssteigerung ausdrückte. 2009 legte der DB9 14 PS zu, 2011 gab es ein Facelift und eine neue adaptive Federung. 2013 erschien die letzte Revision: ein V12 mit 510 PS. Hinzu kamen zwischendurch zahlreiche Sondermodelle. Auf der Suche nach einem gebrauchten Aston Martin DB9 hält man insbesondere nach einem LE Sport aus dem Jahr 2012 Ausschau. Er gilt als kommender Klassiker, weswegen ihm nachgesagt wird,relativ schnell im Wert zu steigen.

Cockpit des Aston Martin DB9
Das Interieur im Aston Martin DB9. Foto: Aston Martin

Für den Aston Martin DB9 gab es einen Rückruf

Dasselbe gilt für die Modelle mit Handschalter. Sie sind seltener als die Ausführungen mit Sechsgang-Automatik, aber weitaus gesuchter. Besonders achten sollte man auf ein Rattern an der Front. Fällt solch ein Geräusch auf, wurde der offizielle Rückruf zu diesem Problem nicht wahrgenommen. Abgesehen davon gibt es bei einem gebrauchten Aston Martin DB9 wenig zu beanstanden. Vor allem, wenn man bedenkt, dass schon ein VW Golf mit ein wenig Ausstattung schnell 30.000 € kosten kann. Da ist einer der britischen Sportwagen mit Sicherheit die bessere Wahl.

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Foto Christian Finke

Christian Finke
CEO AIL Leasing & Finance

„Wir sind Ihr kompetenter Ansprechpartner zum Thema »Aston Martin«. Gerne unterbreiten wir Ihnen ein individuelles Angebot.“