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Weinroter Mercedes-Benz 300 SL Roadster fährt bei Kitzbühel Alpenrallye in Berglandschaft Foto: Albin Ritsch
Artikel Erstellt Aktualisiert

Hahnenkamm und Alpenglut

Kitzbüheler Alpenrallye 2019: Oldtimer-Rallye mit Promifaktor

Oldtimer-Fans freuen sich auf die Kitzbüheler Alpenrallye vom 5. bis 8. Juni 2019 mit 170 Autos von 30 Marken

Seit Mittwoch, dem 5. Juni, fahren bei der alljährlichen Kitzbühel Alpenrallye wieder einige der schönsten Automobilklassiker aller Zeiten auf. Teilnehmer aus über einem halben Dutzend Ländern haben sich angemeldet. Aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen erwartungsgemäß die meisten Starter und Starterinnen. Aber auch aus Italien, Frankreich und Luxemburg – und sogar aus den USA – sind Meldungen für die 32. Ausgabe der Kitzbüheler Alpenrallye erfolgt. Insgesamt gehen in diesem Jahr 2019 170 historische Fahrzeuge in zwei Rallye-Kategorien an den Start. Bis auf zwei Autos – einen Mercedes-Benz 450 SEC Rallye von 1976 und einen Ford GT40 Nachbau von 1977 – haben sich die Organisatoren an ihr eigenes historisches Zeitfenster gehalten und nur Autos mit einem Baujahr bis 1975 zugelassen. Das älteste Auto ist in diesem Jahr ein Bentley 3 Litre Speed Model von 1923. Insgesamt darf man sich als Zuschauer auf Autos von 30 verschiedenen Marken freuen. Vor allem die Abschlussveranstaltung am Samstag, dem 8. Juni, wird sicher wieder zum Zuschauermagnet.

Roter Porsche 356 Cabrio fährt auf Berglandstraße bei Kitzbüheler Alpenrallye
Der Porsche 356 zählt auch als Cabrio Jahr für Jahr zu den gern gesehenen Autos bei der Kitzbüheler Alpenrallye. Foto: Albin Ritsch

Am Streckenrand darf man sich auch auf Autos freuen, die man nicht ganz so oft sieht und die in der allgemeinen Wahrnehmung vielleicht nicht ganz so präsent sind, wenn es um Oldtimer geht. So kann man Schätze wie den Jaguar XK 150 DHC oder den Lamborghini Jarama 400 GTS als neue Schätze entdecken. Man wird merken, dass ein schönes, gutes Design sich auch noch nach Jahrzehnten erhält und zeitlos ist.

Hellblauer Porsche 356 fährt auf Berglandstraße bei Kitzbüheler Alpenrallye
Auch als frühes Coupé macht der Porsche 356 eine gute Figur. Foto: Albin Ritsch

Starterfeld und Teilnehmer der Kitzbüheler Alpenrallye 2019

Insgesamt liest sich die Startliste wie das Who-is-who der Automobilgeschichte. Der Mercedes-Benz 300 SL ist als Flügeltürer und Roadster mit dabei. Sein Zeitgenosse BMW 507 fehlt ebensowenig wie der „Entenbürzel“ Porsche 911 Carrera 2.7 RS, dessen Markenkollegen 356, der Lotus Elan, die fulminante Lancia Fulvia oder der Ferrari 275 GTB 2 NART Spyder. Viele Vorkriegsfahrzeuge bilden den soliden Grundstock dieser hervorragend kuratierten Fahrzeugauswahl. Hier sind neben Marken wie Alfa Romeo, Jaguar, Bentley oder BMW, die es auch heute noch gibt, auch solche wie Lagonda, Auto Union oder Alvis zu finden, die es so heute nicht mehr gibt. Historisch am anderen Ende des Teilnehmerfelds finden sich dann Fahrzeuge wie der BMW 2002 turbo oder der 3,0 CSL, Spitzname „Batmobil“ und ein begehrtes Sammlerauto.

Grüner Oldtimer bei Kitzbüheler Alpenrallye
Foto: Albin Ritsch

Bentley Special bei der Kitzbühel Alpenrallye 2019

Ebenfalls sehr prominent und 2019 bei der Kitzbühel Alpenrallye auch als einer der Hauptsponsoren vertreten ist Bentley. Die Briten feiern nämlich in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag und schicken deshalb gleich 13 gut gepflegte historische Fahrzeuge an den Start der Kitzbühel Alpenrallye 2019. Und da die Briten mit den grünen Autos ja auch Werbung machen wollen, sind auch noch die beiden aktuell erhältlichen limitierten Sondermodelle auf der Kitzbühel Alpenrallye zu bewundern.

Roter Mini Cooper bei Rallye-Einsatz

Sympathieträger im Starterfeld der Kitzbühel Alpenrallye 2019

Nun war schon viel die Rede von den Krachern, die 2019 bei der Kitzbüheler Alpenrallye zu bewundern sein werden. Es gibt aber auch einige Sympathieträger, die es ebenfalls verdienen, in dieser Aufzählung Erwähnung zu finden. Allen voran der VW Käfer, der in verschiedenen Modellvarianten an den Start gehen wird. Am meisten Aufmerksamkeit dürften dabei die „Brezel“-Versionen des Coupés und des Cabrios auf sich ziehen. Ein echtes Stück Automobilgeschichte. Dazu gesellt sich dann auch noch ein Mini von 1975, der ebenfalls Kultcharakter hat. Nicht so knuffig, aber natürlich nicht weniger kultig, sind der Ford Mustang und der Jaguar E-Type, die ebenfalls das Teilnehmerfeld bereichern.

Blick vom Hochtor auf Serpentinen
So spektakulär sehen die Straßen in der Region Nationalpark Hohe Tauern in den österreichischen Alpen aus. Foto: GG Hochalpenstraßen AG

Streckenführung: Die Route der Kitzbühel Alpenrallye 2019

Dieses Jahr führt die Route der Kitzbüheler Alpenrallye auf insgesamt 570 Kilometern über ein paar der schönsten Straßen durch die Berge Österreichs. Vor allem die Bundesländer Tirol und Salzburg stehen auf dem Tourenplan. Es geht an alpinen Sehenswürdigkeiten wie dem Wilden Kaiser, den Loferer Steinbergen, dem Hochkönig und den Hohen Tauern entlang. Dabei passieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch das Brixental oder das Spertental bei Kirchberg. Auf der Hauptetappe am Freitag, dem 7. Juni 2019, führt die Kitzbüheler Alpenrallye über die Hochkönig-Bergstrecke, das Lammertal und sogar für einen Abstecher nach Salzburg. Am nächsten Tag werden die Fahrer um 14.30 Uhr zur Zieleinfahrt in Kitzbühel erwartet. Erwartet werden dort auch Tausende Zuschauerinnen und Zuschauer, die sich das einmalige Spektakel nicht entgehen lassen wollen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer freuen sich dann schon darauf, das besondere Flair der besonderen Alpenstadt Kitzbühel aufzusaugen und am exklusiven gesellschaftlichen Rahmenprogramm teilzunehmen.

Rote Corvette, beiger BMW Oldtimer fahren in Altstadt
So oder so ähnlich darf man sich wohl die Einfahrt in Kitzbühel und den anderen Orten entlang der Route der Kitzbüheler Alpenrallye vorstellen. Foto: Albin Ritsch

Alpenrallye Sport Trophy und Alpenrallye Classic Trophy: Die Wettbewerbe der Kitzbüheler Alpenrallye 2019

Wie wird eigentlich gefahren? Welchen Herausforderungen müssen sich die Fahrer stellen? Ganz allgemein lässt sich zunächst einmal sagen, dass die Kitzbüheler Alpenrallye eine Gleichmäßigkeits- und Zuverlässigkeitsfahrt für historische Automobile ist, die in zwei verschiedenen Wertungen ausgetragen wird. Zum einen in der Alpenrallye-Sport-Trophy und zum anderen in der Alpenrallye-Classic-Trophy. Bei ersterer steht der Sport-Charakter im Vordergrund. Bei den ca. 15-20 Wertungsprüfungen wird u. a. die Durchschnittsgeschwindigkeit gemessen. Bei den 10-15 Wertungsprüfungen der klassischen, touristischen Rallye-Variante gibt es ebenfalls eine Lichtschranken-/Schlauch-Messung. Geprüft wird auf Gleichmäßigkeit. Es gilt bei beiden Austragungsvarianten zu beachten, dass man sich an die Verkehrsregeln zu halten und Warnwesten mitzuführen hat. Aber egal, ob man gewinnt oder nur dabei ist: Die Kitzbühel Alpenrallye wird sicher auch 2019 in ihrer 32. Ausgabe wieder ein Top-Event für alle Oldtimer-Freunde.

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Foto Rüdiger Leyens

Rüdiger Leyens
Geschäftsführer AIL Classic Leasing

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