Logo Driven Lux Logo Driven Lux small
Audi e-tron GT Concept Front und Seite Foto: Audi
Artikel Erstellt Aktualisiert

Endlich Konkurrenz für Tesla?

Der Audi e-tron GT Concept

Der Audi e-tron GT bietet den Platz einer Limousine und ist schnell wie Sportwagen. Alle Fakten zum neuen Elektro-Coupé

Tesla Model S - das ist der Name des Autos, der mittlerweile seit neun Jahren wie ein Damoklesschwert über einer gesamten Branche schwebt. 300.000 Exemplare der elektrischen Oberklasse-Limousine hat das ehemalige Start-up aus dem Silicon Valley seitdem verkauft und gezeigt, dass es durchaus einen Markt für Elektroautos gibt. Dem hatten die etablierten deutschen Hersteller bisher wenig entgegenzusetzen . Audi will das jetzt ändern. Der e-tron GT ist endlich eine konkurrenzfähige vollelektrische Limousine im Stil des Model S - auch wenn sie natürlich etwas zu spät kommt.

Heck des Audi e-tron GT Concept
Foto: Audi

Der Audi e-tron GT teilt sich die Plattform mit dem Porsche Taycan

Auf der LA Auto Show zeigten die Ingolstädter jetzt das Showcar, dessen Serienversion Ende 2020 auf den Markt kommen soll. Allerdings dauert es noch bis zum Frühjahr 2021, bis Audis Stromer an die Kunschaft ausgeliefert werden kann. Die Basis für die Limousine teilt sich der Audi e-tron GT mit dem Porsche Taycan. Eine logistische Meisterleistung, schafften es doch beide Konzerne über Jahre hinweg nicht, ihre Kräfte zu bündeln und eine gemeinsame Plattform zu entwickeln. Der Audi e-tron GT und der Porsche GT sind das erste Ergebnis dieser Bemühungen. Weitere Limousinen, Sportwagen und SUVs sollen folgen.

Innenraum des Audi e-tron GT Concept
Foto: Audi

Der Audi e-tron GT ist flacher als der A7

Das Design bleibt der Audi-Linie treu, wenngleich das Coupé wesentlich kantiger und aggressiver wirkt als beispielsweise der artverwandte A7. Überraschenderweise ist der e-tron GT auch flacher als das Coupé mit traditionellem Antrieb. Gerade einmal 1,38 Meter ist der Stromer hoch – bei einer Länge von 4,94 Metern. Das ist insofern bemerkenswert, als dass es eine Schwierigkeit beim Bau von Elektroautos ist, ausreichend Batterien für eine hohe Reichweite unterzubringen. Dies geschieht normalerweise im Unterboden. Ist das Auto besonders flach, bleibt weniger Platz für die Akkus. Audi löste das beim e-tron GT mit einer wabenartigen Struktur wie bei einer Tafel Schokolade, so dass dort Batterien untergebracht werden können, ohne das Platzangebot für die Insassen zu beeinträchtigen.

Audi e-tron GT Concept in der Seitenansicht
Bild: Audi

Mehr als 400 Kilometer Reichweite

Die flache Kontur hat noch weitere Vorteile: Der Luftwiderstand des Audi e-tron GT ist besonders niedrig, was zu einem geringeren Verbrauch und einer größeren Reichweite führt. Wie hoch diese konkret ausfällt, darüber schweigt sich Audi bisher noch aus. “Mehr als 400 Kilometer”, heißt es in der offiziellen Pressemitteilung. Zum Vergleich: Das Tesla Model S mit der größten Batterie schafft jetzt schon 600 Kilometer. Auch in puncto Beschleunigung hat der Tesla die Nase vorn: während das Model S für den Sprint 2,7 Sekunden benötigt, braucht der e-tron GT hier 3,5 Sekunden, in zwölf geht es auf 200 km/h. Schluss ist indes bereits bei 240 Sachen – in Rücksicht auf Technik und Reichweite.

Audi e-tron GT Concept bei der Fahrt
Foto: Audi

Der Audi e-tron GT nutzt 800 Volt

Dafür will Audi den Konkurrenten Elon Musk mit der Ladezeit des e-Tron GT schlagen. Dieser unterstützt 800-Volt-Technik und kann an einer 350 kW Ladesäule oder auch induktiv ohne Kabel innerhalb von 20 Minuten bis zu 80 Prozent aufgeladen werden. Damit ist Audi schneller als Tesla und der Rest der Konkurrenz, von der bisher keiner das Hochvolt-System nutzt. Die Ingolstädter erhoffen sich so einen Technologievorsprung und sind sich sicher, dass sich 800 Volt durchsetzt. Einen Nachteil hat dieser scheinbare Vorsprung aber: Es gibt bisher kein Ladenetz. Das muss Audi erst aufbauen.

Anzeige

Foto Christian Finke

Christian Finke
CEO AIL Leasing & Finance

„Wir sind Ihr kompetenter Ansprechpartner zum Thema »Audi«. Gerne unterbreiten wir Ihnen ein individuelles Angebot.“

Autor

Portrait von Felix Reek

Felix Reek -

Redakteur